Bücherliebe

Was gibt es bei diesem nasskalten Novemberwetter besseres, als es sich zu Hause mit einem guten Buch gemütlich zu machen? Interessante Leseempfehlungen gibt es noch bis 3. Dezember bei den 67. Stuttgarter Buchwochen. Wir waren für Euch dort!

Buchausstellung zum Gastland Spanien (Bild: Rebecca Haase)

Aus einer kleinen Leistungsschau für den Buchhandel wurde im Laufe der Jahre ein Kulturevent für die ganze Metropolregion Stuttgart. Seit 1949 präsentieren zahlreiche Verlage ihr Programm, mittlerweile sind es 330 mit rund 25.000 Büchern. Zusätzlich gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Lesungen, Podiumsgesprächen, Workshops, Aktionen rund um ein jährlich wechselndes Gastland, Preisverleihungen und Filmvorführungen, bei dem Buchliebhaber/innen, Bastel- und Filmfans und auch Groß und Klein auf ihre Kosten kommen.
Spanien, der weltweit drittgrößte Buchexporteur, ist das diesjährige Gastland. Einer der bekanntesten Schriftsteller des Landes ist Miguel de Cervantes, an dessen 400. Todestag im Jahr 2016 erinnert wurde. Aus diesem Anlass haben die Stuttgarter Buchwochen die Ausstellung „Miguel EN Cervantes“ ins Programm aufgenommen. In Form einer Mischung aus Illustration und Comic setzten sich die Buchgrafiker David Rubín und Miguelanxo Prado mit Cervantes‘ Wundertheater und der Biografie des Schriftstellers auseinander und vermischten Realität mit Fiktion. Die Betrachtenden sollen die Person hinter dem Autor kennenlernen, und dafür eignet sich dieser moderne, beliebte Rahmen sicher. Zahlreiche andere spanische Autoren, wie Elia Barcelo, Paco Roca und José Ovejero, kommen eigens für die Buchwochen nach Stuttgart und nehmen an Lesungen und Gesprächsrunden teil. So kann man weltberühmte Schriftsteller hautnah erleben.

 

Die Gewinner des Deutschen Fotobuchpreises 2018 mit ihren Urkunden (Foto: Rebecca Haase)

Im Rahmen der Buchwochen werden vielerlei Druckerzeugnisse zur Schau gestellt. Das erste Obergeschoss des Hauses der Wirtschaft macht wie jedes Jahr mit seiner großen Auswahl an Kalendern Lust auf das neue Jahr und einen neuen Terminplaner. Eine Etage darüber befinden sich zahlreiche weitere Ausstellungen, wie der Deutsche Jugendliteraturpreis 2017, der Deutsche Buchpreis 2017 sowie ein Überblick über Autoren/innen aus Baden-Württemberg und ihre Werke, Illustrationen zum Kinderbuchklassiker „Die kleine Hexe“ von Ottfried Preußler und die Fotoausstellung mit „Stuttgarter Frauen – Charakterköpfe“ von Wilhelm Betz.

Nominierte und gekürte Bücher des Deutschen Fotobuchpreises 2018 (Foto: Rebecca Haase)

Letzten Sonntag wurde ein weiterer Preis verliehen und zwar der Deutsche Fotobuchpreis 2018. Erstmals wurde er von der Hochschule der Medien ausgerichtet, da der Börsenverein des deutschen Buchhandels als bisheriger Organisator ihn auf unbestimmte Zeit aussetzen wollte. Da zeigte Professor Jansen von der HdM Initiative und konnte andere Engagierte mit ins Boot holen. „Der Preis ist eine wunderbare Gelegenheit, die Hochschule als Institution auch im Printbereich zu positionieren“, erläutert Jansen seine Entscheidung. Die rege Beteiligung von Studierenden war umwerfend. Bei der Preisverleihung wurden die Gäste von einer studentischen Jazzband empfangen, durch den Abend führte eine Moderationsstudentin, auch in der Jury für die Vorauswahl waren Studierende. Aber damit nicht genug: Sogar unter den Preisträgern/innen finden sich Studierende mit ihren Projekten. Sowohl die nominierten als auch die Siegerbuchprojekte sind im Turmraum A des List-Saals ausgestellt. Einen Blick auf diese Besonderheiten in Buchformat zu werfen, können wir nur empfehlen.

 

 

 

 



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